Gewitter

Gewitter sind von Blitz, Donner und kurzen Starkregen begleitete luftelektrische Entladungen in hoch aufgetürmten Haufenwolken. Sie entstehen im Zusammenhang mit heftigen vertikalen Luftmassentransporten im untersten Teil der Atmosphäre.


Gewitterwolke über dem Mittelland

Gewitter in der Schweiz

Wärmegewitter sind die häufigste Erscheinungsform von Gewittern. Weniger oft und auch weniger heftig sind die Frontgewitter.

 

In der Schweiz kommt es in den warmen Sommermonaten immer wieder zur Bildung von Wärmegewittern. Die starke Topographie begünstigt oftmals lokal die Erwärmung und das anschliessende Aufsteigen von feuchten Luftmassen, was zur Bildung von hoch aufgetürmten Gewitterwolken führen kann. Die starken Auf- und Abwinde erzeugen elektrische Spannungen, welche in Blitzen abgebaut werden.

 

Blitzschläge lösen oft Feuer aus, was zu Gebäude- und Waldbrand führen kann. Im Weiteren können Blitze grosse Schäden an Computern, Fernsehern, Telefonanlagen usw. verursachen, denn durch Überspannung werden elektronische Bauteile beschädigt. Infolge Überhitzung kann es beispielsweise zur Verschmelzung von Platinen oder Drähten kommen. Jährlich sterben weltweit zirka 1‘000 Personen, welche vom Blitz getroffen werden an den direkten Folgen des Blitzschlags, dem starken Stromstoss und den Verbrennungen.

 

Zudem können die heftigen Sturmböen und Hagelschlag Schäden anrichten. Als Folge des intensiven Niederschlags können ausserdem weitere gefährliche Prozesse wie Hochwasser, Rutschungen oder Murgänge ausgelöst werden.