Erdbeben
Erdbeben sind Erschütterungen beziehungsweise Schwingungen der Erde, die ihren Ursprung im Erdinnern haben.
Erdbeben in der Schweiz
Im internationalen Vergleich wird die Erbebengefährdung der Schweiz als mässig bis mittel eingestuft. Erhöht ist sie im Wallis, der Region Basel, in der Zentralschweiz sowie im Engadin und St. Galler Rheintal (Gefährdungskarte der Schweiz).
In der Schweiz ereignen sich durchschnittlich etwa 200 Erdbeben pro Jahr, wovon jedoch nur 10% für den Menschen spürbar sind. Die letzten Erdbeben mit Schadenfolge ereigneten sich 1946 in Sion und 1855 in Visp. 1356 zerstörte ein starkes Erdbeben grosse Teile der Stadt Basel.
Beben der Stärke 5 sind in der Schweiz alle 5 Jahre, solche mit Magnitude 6 alle 100 Jahre wahrscheinlich. Für das Beben 1356 in Basel wird eine Magnitude von 6.5 angenommen. In jüngerer Vergangenheit haben sich auch hierzulande starke Erdbeben mit massiven Schäden ereignet (z.B. 1946 in Sion: Magnitude 6.1). Das katastrophale Erdbeben, welches sich am 06. April 2009 in l’Aquila, Italien, ereignete, hatte eine Magnitude von 6.3.
Risikostudien zeigen, dass die Sicherheit in der Schweiz nicht in erster Linie durch die bekannten und häufigen Naturgefahren wie zum Beispiel Überschwemmungen, Lawinen und Bergstürze, sondern primär durch eher seltene Ereignisse wie Erdbeben gefährdet ist. Dabei ist das Risiko, welches von einem starken Erdstoss, ausgeht enorm: Im Fall eines heutigen Erdbebens von einer Stärke vergleichbar mit dem historischen Beben in Basel im Jahr 1356, wären Schäden in der Höhe von rund 60 Milliarden Franken zu erwarten. Zum Vergleich: Die schweren Hochwasser von 2005 verursachten Schäden von rund 3 Milliarden Franken.
Durch eine erdbebensichere Bemessung und Konstruktion der Tragwerke können gravierende Gebäudeschäden jedoch beispielsweise wirkungsvoll vermieden werden. Trotzdem kann die Intensität eines Bebens so heftig sein, dass Gebäude, Brücken oder Dämme je nach Untergrund und Bauart einstürzen können.






