Unwetter Wallis (2000)


Unwetter 2000 im Wallis (1), Bild: PLANAT 16.10.2000

Unwetter 2000 im Wallis (2), Bild: PLANAT 16.10.2000

Dieser Murgang ereignete sich am 14. Oktober 2000 in Gondo (VS). Durch ein Unwetter löste sich eine Rutschmasse die innert kürzester Zeit ein Drittel des Dorfes zerstörte. Bild: Jean-Pierre Jordan 2000.

Geschiebeablagerung bei Baltschieder mit Haus in gefährdetem Gebiet. Bild: Andreas Götz, PLANAT 2000.

Der Baltschiederbach überführte die gleichnamige Ortschaft mit Geschiebeablagerungen von mehreren Metern Höhe. Die zerstörte Infrastruktur (Strom, Wasserversorgung, Kanalisation) bedingte, dass die Einwohner nicht nur unmittelbar während des Ereignisses, sondern wesentlich länger evakuiert werden mussten. Bild: Andreas Götz, PLANAT 2000.


Im Oktober des Jahres 2000 gingen über dem Wallis tagelang kräftige Regenfälle nieder. Diverse Erdrutsche verschütteten Strassen-, Bahn- und Kommunikationsverbindungen und schnitten ein Grossteil der Seitentäler vollständig von der Umwelt ab. Um ein Blockade zu verhindern, mussten Vielerorts, so beispielsweis in Brig, Naters und Visp, Brücken angehoben oder entfernt werden. Hinzu kam, dass durch die sintflutartigen Regenfällen und den dabei ausgelösten Erdrutschen und Murgängen ein Grossteil der Wasserversorgung zusammenbrach. Viele Menschen mussten daraufhin evakuiert werden.

 

Murgang Gondo

Sehr intensive Niederschläge am 13. und 14. Oktober führten in Gondo (VS) zu einer Rutschung oberhalb der Steinschlagschutzbaute. Das Bauwerk versagte, worauf eine Hangmure samt Steinschlagmauer durch das Dorf floss. Ein Drittel des Dorfes wurde dabei durch die Gerölllawine zerstört.

 

Übersarung im Baltschiedertal

Am 15. Oktober erreichte der Baltschiederbach eine ausserordentlich hohe Abflussmenge mit viel Geschieb-, Sand- und Schlammfracht. Das Geschieberückhaltebecken und die Abflussschale verfügten nicht über eine genügend hohe Kapazität. Es kam zu einer Übersarung auf dem Schwemmkegel und meterhohen Geröll- und Schlammablagerungen im Dorfbereich von Baltschieder. Durch die rechtzeitige Evakuierung und dank einigem Glück gab es keine Verletzten oder Todesopfer. Zurück blieb ein Sachschaden von ca. 50 Millionen CHF.

 

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