Schutzkonzept Engelberger Aa


Bauarbeiten direkt am See bei Buochs. Bild: Wiederaufbau an der Engelberger Aa (1), PLANAT 10.03.2006

Buhnen im Aawassereck. Bild: Wiederaufbau an der Engelberger Aa (2), PLANAT 10.03.2006

Entlastungsbauten bei Buochs am Flugplatz. Bild: Wiederaufbau an der Engelberger Aa (3), PLANAT 10.03.2006


Das Hochwasser an der Engelberger Aa 2005 richtete grossen Schaden an und bedurfte grosse Investitionen um Schutzbauten an der Engelberger Aa zu sanieren oder erweitern. Ohne das realisierte Hochwasserschutzkonzept im Kanton Nidwalden wären aber noch weitaus grössere Schäden entstanden.

 
Differenzierter Hochwasserschutz

Der Kanton Nidwalden setzt bei der Engelberger Aa auf einen differenzierten Hochwasserschutz. D.h. eine Überflutung wird nicht um jeden Preis vermieden, sondern ein vom Wert und Bedeutung eines Objektes abhängigen Schutzgrad festgelegt. In der Umsetzung heisst das beispielsweise, dass Siedlungen besonders gut geschützt werden, die Überflutung von landwirtschaftlichen Flächen hingegen als zumutbar erachtet wird. So werden Flächen ausgeschieden, die im Falle eines Hochwassers kontrolliert überflutet werden können.

Der Vorteil eines solchen Konzeptes ist, dass dem Gewässer im Ereignisfall mehr Platz gegeben werden kann und damit der Druck auf sehr sensible Objekte sinkt.

Neben diesen baulichen Schutzmassnahmen werden verbleibende Risiken mit raumplanerischen Konzepten weiter minimiert. So dürfen beispielsweise als Entlastungskorridor ausgeschiedene Flächen nicht überbaut werden.

 

Dank diesem Massnahmenkonzept konnten beim Hochwasser 2005 mit Investitionskosten von ca. 26 Mio. Franken ein Schaden von weit über 100 Mio. Franken vermieden werden.

 

Infomaterial: BWG 2004 - Stanserboden