Provisorische Schutzmassnahmen Hochwasser (1)

Neben den einfachen Mitteln wie Sandsäcken und Schalungsbrettern sind in den vergangenen Jahren viele neue mobile Hochwassersysteme entwickelt worden. Mit den provisorischen Schutzmassnahmen können sich ankündigende Ausuferungen geringer Intensität notfallmässig vermieden werden. Der Einsatz solcher mobiler Systeme ist eingeschränkt bei grossen Überschwemmungstiefen, bei hoher Intensität der Einwirkung (Wellenschlag, Fliessgeschwindigkeit, Treibgutanprall, Geschiebetrieb) und bei geringer Vorwarnzeit.

 

Beaverschlauch

Die Dämmelemente werden ausgerollt, mit Luft gefüllt und in die gewünschte Position gebracht. Anschliessend werden die Schläuche mit Wasser aus einem nahe gelegenen Gewässer oder einem Hydranten gefüllt. Das Schutzsystem kann schnell aufgestellt werden und ist einfach und flexibel einsetzbar.

 

Aqua Barrier

Mit einem Aqua Barrier kann das Hochwasser bis zu 1m Höhe gestaut werden. Es besteht aus herkömmlichen Paletten, Metallstützen und dichten Membranen.


Beaverschläuche sind mobile Schutzsysteme, die als Hochwassersperre dienen, um das Risiko möglicher Schäden zu reduzieren. Die Dammelemente der Beaverschläuche werden mit Luft gefüllt und leicht in die gewünschte Position gebracht. Beim Unwetter 2005 zahlten sich solche vorsorglich getroffenen Massnahmen aus. Bild: Beaverschlauch - mobiler Hochwasserschutz, Kanton NW 22.08.2005

Die Dämmelemente können mittels eines patentierten Manschettensystems miteinander verbunden werden. Somit entsteht ein beliebig langer, den topografischen Gegebenheiten optimal angepasster Damm. Anschliessend werden die Schläuche mit Trinkwasser gefüllt. Trinkwasser wird deshalb verwendet, weil es keine Schwebstoffe enthält und so keine Schwebstoffe im Beaverschlauch abgelagert werden. Bild: Feuerwehr bei der Hochwassereindämmung mit Beaverschläuchen, Kanton NW 23.08.2005

Die Aqua Barrier mit Alu-Platte ist ein mobiles Hochwasserschutzsystem. Die Aluminiumplatten werden auf den Verbindungsstangen und den Metallstützen einfach zu fixiert. Die Stauhöhen gehen von 0.65 m – 1.25 m – 1.50 m bis 1.80 m. Die Hochwasserschutzplatten können auch auf unebenem Untergrund aufgestellt werden, indem die Verbindungsstücke und Eckelemente angebracht werden. Bild: Aqua Barrier mit Aluminiumplatte (1), Sten-Magnus Kullberg Geodesign AG 27.08.2009

Um die Aqua Barrier noch besser abzudichten, wird sie nach dem Aufstellen mit einer Plastikfolie überzogen. Bild: Aqua Barrier mit Aluminiumplatte (2), Sten-Magnus Kullberg Geodesign AG 27.08.2009