Massnahmen Hochwasser: Revitalisierungen


Die Flussrenaturierung befindet sich in Jegenstorf ca. 1' 500 m von der ARA Holzbrücke Fluss abwärts. Durch die Aufwertung eines ca. 2 km langen Flussabschnittes soll die Urtenen die Ähnlichkeit eines naturnahen Flusslaufes zurückerlangen. Die Variationen der Uferbereiche, der Fliesstiefen sowie des Gewässerverlaufes standen bei dieser Revitalisierung im Vordergrund. Bild: Revitalisierung der Urtenen, Jegenstorf, Otto Naef BAFU 2004

Bei der Aufwertung des Mülibachs in Kräiligen wurde besonders auf naturnahe Ufervariation, eine Fliesstiefenvariation und einen leicht geschwungenen Flussverlauf geachtet. Es wurden kleine Blockrampen und Blockschüttungen als Strukturelemente und Verringerung der Fliessgeschwindigkeit eingebaut. Im Uferbereich wurden Steinanreicherungen als Nist- und Schutzplätze für Reptilien und Amphibien aufbereitet. Um den Fischen Unterschlupf zu gewähren, wurden mehrere abgesägte Baumstrünke mit der Wurzel zur Wasseroberfläche ins Bachbett gesetzt. Bild: Revitalisierung der Urtenen, Jegenstorf, Otto Naef BAFU 2004

Unter Ausdolung versteht man die Freilegung eines überdeckten Fliessgewässers. Die Birs ist ein etwa 73 km langer Nebenfluss des Rheins im Schweizer Jura. Sie entspringt einer Quelle in der Nähe von Tavannes im Berner Jura und fliesst bis in die Region Basel, wo sie die Grenze zwischen den Kantonen Basel-Stadt und Basel-Landschaft bildet. Bild: Revitalisierung der Urtenen, Jegenstorf, Otto Naef BAFU 2004

1. Ausdolung: Ein etwa 200 m langer Abschnitt der Birs in Loveresse wurde ausgedolt und aufgewertet. Bei der Ausdolung wurde ein zuvor überdecktes Fliessgewässer freigelegt. 2. Aufwertung: Durch die Revitalisierung wurden Massnahmen ergriffen eine durch menschlichen Einfluss veränderte Landschaft ökologisch aufzuwerten. 3. Erosionsschutz: Mit dem Blocksatz werden Lagen von unbearbeiteten Steinblöcken mauerwerkartig in die Uferböschung gesetzt. Auf diese Weise wird der Uferbereich gegen Erosion geschützt. Bild: Revitalisierung der Urtenen, Jegenstorf, Otto Naef BAFU 2004


Die Revitalisierung ist die Gesamtheit der Massnahmen, mit denen eine durch menschlichen Einfluss veränderte Landschaft wieder in einen möglichst naturnahen Zustand versetzt wird oder ökologisch aufgewertet wird.

Die Gewässer der Schweiz sind über weite Strecken durch Verbauungen und intensive Nutzung beeinträchtigt. Ein Ziel der schweizerischen Gewässerschutzpolitik ist es, durch Revitalisierungen naturnahe Fliessgewässerstrecken zu erhalten oder zurückzugewinnen. Neben dem ökologischen Aspekt wird man sich mehr und mehr bewusst, dass den Fliessgewässern für einen effektiven Hochwasserschutz mehr Raum zugestanden werden muss. Um einen verbesserten Abfluss zu ermöglichen wurden bereits viele Bäche und Flüsse korrigiert.