Sturm Lothar (1999)


Mit Sturmholz überdeckte Waldstrasse. Bild: Auswirkungen von Sturm Lothar bei Habsburg (1). Ulrich Wasem, WSL 2001.

Sicht über die belassene Fläche Richtung Windisch. Liegende Buchen- und Fichtenstämme werden durch die Schlagflora bestehend aus Brombeeren, Himbeeren, Adlerfarn, überwuchert. Bild: Auswirkungen von Sturm Lothar bei Habsburg (2). Ulrich Wasem, WSL 2001.

Durch den Wind geworfenes Fichtenbaumholz. Bild: Auswirkungen von Strum Lothar in Messen, Solothurn. Ulrich Wasem, WSL 2000


Der Sturm Lothar fegte am 26. Dezember 1999 mit Windspitzen von bis zu 249 km/h über die Schweiz und erreichte damit Orkanstärke. Er fordertet mehrere Menschenleben, verursachte hohe Sachschäden und vernichtete grosse Waldbestände. Wie sich in der Zwischenzeit zeigt, schaffte der Sturm aber auch die Grundlage für eine erhöhte Artenvielfalt in den betroffenen Gebieten.

 
Route von Lothar

Das Orkantief Lothar bildete sich vor der französischen Westküste und zog in nordöstlicher Richtung über Europa. Vom Jura her kam der Sturm in die Schweiz, überquerte das Mittelland, die Zentral- sowie die Nordostschweiz. Die Süd- und die Südostschweiz blieben hingegen verschont.

 
Auswirkungen in der Schweiz

Neben 14 Toten verursachte Lothar in der Schweiz 600 Millionen Franken Schäden an Gebäuden und 750 Millionen Franken Schäden und Folgekosten am Wald. Durch die grossen Mengen Holz auf dem Markt, brachen die Holzpreise nach dem Ereignis quasi über Nacht ein und erholten sich erst nach mehreren Jahren wieder. Zerstörte Schutzwälder mussten mit teuren künstlichen Verbauungen ersetzt werden.

 

SF-Tagesschau (26.12.1999)

Sturm Lothar fegt über die Schweiz

 

SF-10vor10(09.11.2004)

Lothar-Sturm: Bilanz