Massnahmen gegen Murgänge

Die folgenden Massnahmen wenden die Gefährdung durch Murgänge ab oder verringern sie:

 
Persönliche Massnahmen
  • Meiden der Nähe von Wildbächen im Fall von starken Niederschlagsereignissen. Achtung: Murgänge können neben dem Gerinne auch seitlich davon gelegene Gebiete betreffen!
  • Kennen der im Ereignisfall sicheren Orte und Fluchtwege (erhöhtes Gelände in sicherer Entfernung zum Gerinne).
Murkopf zwischen der Sperre im Steinibach
Sohlensicherung aus Beton
Technische / Biologische Massnahmen
  • Sohlensicherung durch Wildbachsperren, Geschieberückhaltebecken, Murbrecher oder Murbremsen.
  • Schutzwälder können über grosse Flächen die Geschiebelieferung in Gewässern reduzieren. Andererseits können ufernahe Bäume, falls sie ins Gerinne gelangen, Verklausungen verursachen und dadurch zur Auslösung von Murgängen beitragen.

 

Raumplanerische Massnahmen und Objektschutz
  • Eingänge erhöht anbringen.
  • Verzicht auf Fenster im Bereich der Ablagerungshöhe.
  • Verstärkte Bauelemente gegen die Stosswirkung (z. B. Stahlbeton).

 

Organisatorische Massnahmen
  • Vorwarnungen bei Übermurungen sind sehr schwierig zu treffen, da beim gleichen Wildbach Niederschlagsereignisse mit und ohne Bildung von Murgängen ablaufen können. Zwischen Auslösung und Eintreffen des Murganges auf dem Wildbachkegel vergehen nur wenige Minuten.