Warum braucht es ein integrales Risikomanagement?

  

Die Aufgaben im Risikomanagement bestehen darin, die relevanten Faktoren laufend zu beobachten und die Risiken periodisch zu erfassen (siehe Abbildung 1). Die Risiken sind hinsichtlich ihrer Akzeptabilität zu bewerten. Daraus werden der Handlungsbedarf und die Prioritäten abgeleitet, um die Entwicklung mit geeigneten Massnahmen zu steuern. Durch geeignete Massnahmen werden neue inakzeptable Risiken gemieden, inakzeptable Risiken gemindert und akzeptable Risiken getragen. Risikomanagement setzt einen intensiven Risikodialog unter allen Akteuren voraus.

Zyklus: Risikomanagement

Das integrale Risikomanagement gemäss PLANAT Strategie fordert, dass ein gegenüber allen Naturgefahren vergleichbares Sicherheitsniveau angestrebt wird, welches ökologisch vertretbar, ökonomisch verhältnismässig und sozial verträglich ist. Alle Verantwortungsträger beteiligen sich an der Planung und Umsetzung von Massnahmen. Zudem werden alle Arten von Massnahmen in die Massnahmenplanung einbezogen.

 

Zahlreiche Akteure tragen Verantwortung für den Schutz vor Naturgefahren. Die Verantwortungsträger beteiligen sich, weil sie dazu gesetzlich verpflichtet sind oder ihre Eigenverantwortung wahrnehmen.

 

Das integrale Risikomanagement stützt sich auf umfassende Gefahren- und Risikogrundlagen. Die Massnahmen zur Steuerung der Risiken sind vielfältig und müssen optimal kombiniert werden. Massnahmen zum Umgang mit Naturgefahren decken die drei Phasen Vorbeugung, Bewältigung und Regeneration ab.