Entlastungskorridor Ennetbürgen-Buochs (2005)


Aufgrund des noch nicht fertiggestellten Hochwasserschutzprojektes, das entlang der Engelberger Aa gebaut wird, konnte Ennetbürgen im Hochwassersommer 2005 nicht vor Überschwemmungen bewahrt werden. Das Ausmass der Überschwemmung und die Schäden konnten Dank der bereits vollzogenen Massnahmen stark minimiert werden. Bild: Überschwemmung in Ennetbürgen, Schweizer Luftwaffe 2005

Hochwasserentlastungen: Im Überlastfall wird das Wasser, welches zuviel im Gerinne fliesst, seitlich über den Damm in den Entlastungskorridor geleitet. So wird gewährleistet, dass an jeder Entlastungsstelle maximal so viel Wasser im Gerinne verbleibt, wie es der Kapazität des nachfolgenden Abschnittes entspricht. Bild: Entlastungskorridor der Engelberger Aa (1), Kanton NW 2005

Das überschüssige Wasser der Engelberger Aa verlässt das Flussbett an den vorgesehenen Entlastungsstellen und strömt über den Entlastungskorridor zwischen Ennetbürgen und Buochs in den Vierwalstättersee. Das zentrale Element des Hochwasserschutzprojektes der Engelberger Aa sind die vier Hochwasserentlastungen von Dallenwil, Ennerberg und dem Flugplatz Buochs. Bild: Entlastungskorridor der Engelberger Aa (2), Kanton NW 2005

Die Einführung des Hochwasserschutzprojekts der Engelberger Aa wurde durch die Überschwemmung 1987 in Uri ausgelöst. Im Überlastfall wird das Wasser, welches zuviel im Gerinne fliesst, seitlich über den Damm in den Entlastungskorridor geleitet. So wird gewährleistet, dass an jeder Entlastungstelle maximal so viel Wasser im Gerinne verbleibt, wie es der Kapazität des nachfolgenden Abschnittes entspricht. Bild: Entlastungskorridor der Engelberger Aa (3), Kanton NW 2005


Die intensiven Niederschläge verwandelten sowohl die Engelberger Aa als auch Wildbäche in reissende Flüsse, die grosse Mengen an Geschiebe und Holz ins Tal beförderten und stellenweise über die Ufer traten. Auf Grund der noch nicht fertig gestellten Projektmassnahmen ergoss sich das Aawasser in das flache Siedlungsgebiet von Ennetbürgen.

Differenzierter Hochwasserschutz

Der Kanton Nidwalden folgte mit seinem Hochwasserschutzprojekt an der Engelberger Aa der Idee des differenzierten Hochwasserschutzes. Damit werden Überflutungen nicht um jeden Preis verhindert. Stattdessen werden in erster Linie die wertvollen Objekte geschützt. Die Engelberger Aa in der Ebene zwischen Ennetbürgen und Buochs konnte an zwei Stellen kontrolliert überfluten. Damit wurden grössere Schäden verhindert.