Murgang Rueun (2002)


Blöcke aus der Bergsturzmasse, verursacht durch die Tiefen- und Seitenerosionen in Rueun. Bild: Hans Romang, GIUB 2002.

Hat das Gerinne eine deutlich erkennbare U-Form, so kann das auf einen Murgang hinweisen, was hier in Rueun der Fall war. Bild Hans Romang, GIUB 2002.


Der November 2002 war fast in der ganzen Schweiz ungewöhnlich feucht. Gemäss Messungen von MeteoSchweiz erreichte der Monatsniederschlag im Kanton Graubünden durchschnittlich 450% des langjährigen Mittels. Mehr als die Hälfte davon viel vom 14.-16.November 2002. Die grossen Niederschlagsmengen führten dazu, dass es an vielen Orten im Kanton Graubünden (v.a. in der Surselva) zu Überschwemmungen, Rutschungen, Hangmuren und Murgängen kam. Eines der grössten Einzelereignisse dieser Unwetter war der Murgang von Rueun. Er erfolgte in zwei Schüben am 16.11.2002, wobei der zweite der wesentlich grössere war. Die gesamte Kubatur wird auf rund 60'000 m3 geschätzt. Es gab 3 Verletzte und zahlreiche Schäden an Gebäuden sowie zwei zerstörte Brücken. Etliche Strassenabschnitte und die Gleise der RhB wurden übermurt.