Bergsturz Goldau (1806)


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Sicht auf das Anrissgebiet vom Bergsturz in Goldau. Die Nagelfluhschichten sind gegen links, d.h. gegen Norden aufsteigend. Mergelschichten dienten als Gleitfläche für die grosse Rutschmasse. Bild: Bergsturzgebiet von Goldau, Roland Zumbühl picswiss 1999

Historische Darstellung vom Bergsturz von Goldau. Die hohe Sturzgeschwindigkeit verursachte eine Aufbrandung am Gegenhang und eine Flutwelle im Lauerzersee (im Bild rechts anschliessend). Bild: Bergsturz von Goldau, Franz Xaver Triner Staatsarchiv Schwyz 2002

Es war der verheerendeste Bergsturz in historischen Zeiten. Glückliche Entrinnung einer Mutter mit ihrem Kinde, bei dem verheerenden Bergsturz im Kanton Schwyz. Bild: Bergsturz von Goldau, Schweiz. Volkskundemuseum Basel 2002


Der historische Bergsturz am Rossberg gilt als «Lehrbuchbeispiel» eines Bergsturzes. Nach den nassen Jahren 1804 und 1805 sowie starken Regengüssen im Juli und August 1806, rutschten insgesamt etwa 35-40 Mio. m3 Gesteine der subalpinen Molasse in den besiedelten Talboden von Goldau ab.

Entstandene Schäden

Die Dörfer Goldau, Röthen und Busingen wurden begraben. Teile der Gesteinsmasse stürzten in den Lauerzersee und erzeugten dadurch eine mehrere Meter hohe, zerstörerische Flutwelle. 953 Menschen und 395 Stück Vieh fanden den Tod, 183 Haushaltungen, 126 bewohnte Häuser, 85 Scheunen und andere Gebäude wurden ausradiert. Die Landschaft wurde verändert, die Lebensgrundlagen der überlebenden Bevölkerung über Jahre hinaus zerstört. 

Es war der verheerendeste Bergsturz in historischer Zeit.

 

 

Beiträge Schweizer Fernsehen: 

  

Bergsturz von Goldau: Als der Berg auf das Dorf stürzte (10vor10 vom 28.08.2006)