Bergsturz Randa (1991)


Flash ist Pflicht!
Flash ist Pflicht!
Flash ist Pflicht!
Flash ist Pflicht!
Flash ist Pflicht!
Bild: Staubwolke Randa, Andreas Götz PLANAT 1991

Zwei Abbrüche mit einem Gesamtvolumen von 30 Millionen m3. Bild: Bergsturz von Randa, Andreas Götz PLANAT 1991

Bahnlinie und Strassenverbindung nach Zermatt wurden unterbrochen; der Fluss Vispa wurde zugeschüttet und aufgestaut. Bild: Bergsturz Randa (4), Andreas Götz PLANAT 1991

Bild: Bergsturz Randa, Andreas Götz PLANAT 1991

Riesige Blöcke kamen mit dem Bergsturz hinunter. Bild: Bergsturz Randa (3), Andreas Götz PLANAT 1991


Erster Bergsturz 

Am 18. April 1991 stürzten bei Randa im hinteren Mattertal rund 15 Millionen m3 Fels zu Tal. Die Felsblöcke waren teilweise so gross wie Einfamilienhäuser, die Sturzhöhe betrug 600 Meter. Hauptursachen des Bergsturzes waren die Wirkung von Frost- und Tauperioden und von erhöhtem Wasserdruck in Gesteinsklüften.

 

Die Folgen

Durch den Bergsturz wurden die Verkehrsverbindungen unterbrochen. Die Bahnlinie wurde verschüttet und die Strasse musste zwischenzeitlich aus Sicherheitsgründen gesperrt werden. Zudem wurde der Fluss Vispa durch den Schuttkegel aufgestaut, wodurch sich ein See bildete. Der Pegel des Sees blieb aber konstant, da das Wasser durch den Schuttkegel hindurch abfliessen konnte.

 

Drei Tage nach dem ersten Bergsturz gab es einen Nachsturz von rund 100'000 m3. Dank einem Alarm 30 Minuten vor dem Ereignis, konnte das Gefahrengebiet geräumt werden.

Zweiter grosser Bergsturz

Am 9. Mai des gleichen Jahres ereignete sich erneut ein Bergsturz von einigen Millionen Kubikmeter Gesteinsmaterial bei Randa . Insgesamt stürzten bei allen Bergstürzen 33 Mio. m3 Gestein ins Tal. Diesmal wurde nicht nur die Bahn, sondern auch die Strasse verschüttet. Ein weiteres grosses Problem entstand zudem durch die Vispa, die nun nicht mehr durch den Schuttkegel hindurch abfliessen konnte, da der Fluss auf einer Länge von ca.1.3 km zugeschüttet worden war.

 

Massnahmen

Die Schweizer Armee baute eine Umfahrungsstrasse sowie eine provisorische Pintonbrücke über den See, welche nach vier Wochen für den Verkehr freigegeben werden konnten. Nach 10 Wochen war das neue Trassee für die Bahn fertig gestellt.

 

Die Probleme durch das angestaute Wasser liessen sich nicht so schnell lösen. Mit bestehenden Wasserkraftanlagen und zusätzlichen Pumpanlagen wurde versucht, den Seepegel tief zu halten, jedoch musste stets mit einer Überschwemmung der Talebene gerechnet werden. Eine Lösung dafür konnte schliesslich durch einen 20 Meter tiefen Kanal durch den Schuttkegel gefunden werden. Trotzdem konnte während Unwettern im Juli und August nicht verhindert werden, dass Teile des Dorfes überflutet wurden.

 

 

Weblinks: 

 

Bergsturz in Randa (Beitrag im Schweizer Fernsehen 19.04.1991) 

 

StoryMap zum Bergsturz von Randa (Swisstopo) 

   

> Bergsturz 2015 (Bilderserie von Blick.ch)